März - Obergurgl, Kühtai, Axams

     


 

   13. - 16. März  2016      ( Tirol )     Schifahren in  Obergurgl, Kühtai, Axams           



Sonntag  13.03.2016

nachdem der heurige Winter ja etwas schleppend losging, haben sich zu unserer großen Freude die Schneeverhältnisse mittlerweile in fast allen Schigebieten sehr verbessert. Deshalb nutzen wir die Gelegenheit und das angesagte schöne Wetter und fahren noch einmal los nach Tirol. Unser erstes Ziel ist Obergurgl am Ende des Ötztals. Wir erreichen den Parkplatz der "Hochgurgelbahn 1" am frühen Abend bei bedecktem Himmel und richten uns am hinteren Ende auf die Nacht ein



spät am Abend klopft dann der Schneepflugfahrer an und macht uns freundlich darauf aufmerksam, dass das hier kein Campingplatz sei und wir hier nicht übernachten dürfen. Als wir jedoch sagen, dass wir bereits alkoholische Getränke eingenommen haben und deshalb nicht mehr wegfahren können, dürfen wir ausnahmsweise eine Nacht bleiben !

 



Montag  14.03.2016



wir erwachen früh morgens unter strahlend blauem Himmel bei -12°
gut, wenn man eine funktionierende Heizung hat, die die ganze Nacht an war.
Selbst um halb neun hat es im Fahrerhaus nur 5° und draußen ist es immernoch sehr "zapfig" !

jedoch der Blick aus dem Schlafzimmerfenster entschädigt uns für die Temperatur


   


nach dem gemütlichen Frühstück sieht die Angelegenheit schon viel besser aus, die ersten Sonnenstrahlen haben mittlerweile den Parkplatz erreicht, zeigen ihre volle Kraft und schnell steigt die Temperatur in einen angenehmeren Bereich mit nur noch wenige Grade unter Null



wir machen uns gleich mal auf den Weg zu der neu erbauten  Kirchenkarbahn,  eine 10 Personen Einseil-Umlaufbahn, deren Talstation an der Mautstelle der Timmelsjoch Hochalpenstraße (dem Top Mountain Crosspoint) liegt, sich sehr schön in die Landschaft einfügt und neben einer rustikalen Gastwirtschaft auch noch das höchstgelegene Motoradmuseum beherbergt

   

   








so beenden wir am frühen Nachmittag einen Schitag unter mega-, super-, traumhaften Wetter und Schneebedingungen und fahren runter nach Sölden, schauen dem bunten Treiben an den Abfahrten von Hochsölden zu, genießen unseren Nachmittagscappu
ccino und fahren dann weiter nach . . .


 



Dienstag  15.03.2016

leider stimmen die vorhergesagten Wetterbedingungen und schon am Morgen ist der Himmel bedeckt, schnell machen wir uns fertig und können wenigstens noch eine volle Runde Schifahren, ehe sich der Himmel vollkommen zuzieht und es zu schneien beginnt


das sieht der Schifahrer gerne,
alle Lifte in Betrieb, alle Abfahrten offen und die Schnee- und Pistenbedingungen
sind Dank frischem Pulverschnee hervorragend und entschädigen für das trübe Wetter

   


Anstehen !? was ist das ?     wir haben die Lifte und Pisten nahezu für uns alleine




das haben wir letztes Jahr schon einmal gesehen, Kühtai scheint sehr beliebt bei Rollifahrern zu sein,
hier eine ganze Gruppe querschnittsgelähmter Schifahrer; schön, das man auch mit Handicap Spaß haben kann !

   



   


in der "Riesen-Half-Pipe" haben die Snowboarder und Trickschifahrer viel Freude

   

gegen Mittag fängt es dann langsam an zu schneien, Zeit für uns "Schönwetterschifahrer" aufzuhören,
wir packen die Schier ein und machen noch einen Spaziergang durch das schöne Örtchen



   


hier oben ist die Polizei für alles gerüstet und kann die Verfolgung ggf. auch auf der Piste fortsetzen !


am frühen Nachmittag verlassen wir dann Kühtai und fahren runter in's Tal nach Völs
um wieder ein wenig in dem großen Einkaufszentrum zu bummeln


auf der Autobahn geraten wir in einen kurzen Stau
da könnten sich viele Deutsche einmal eine Scheibe abschneiden
wenn das doch immer und überall so gut funktionieren würde
wie hier
schnell bildet sich eine Rettungsgasse und fast alle machen mit !

   
nach dem Bummel im Zentrum, fahren wir wieder bergauf, hoch zum Axamer Lizum,
dort soll morgen wieder die Sonne scheinen


die Fahrt wird spektakulär,
es schneit, was das Zeug hält und dann bleibt der Schnee auch noch auf der steilen Passstraße in's Lizum liegen. Der Wagen wird immer langsamer und nimmt kein Gas mehr an, was an der elektronischen Antischlupfregelung (ASR) liegt, womit heutzutage fast alle Autos ausgestattet sind und die verhindern will, dass die Räder durchdrehen indem die Einspritzung runtergeregelt wird, egal wieviel Gas man gibt. Das mag auf ebener Strecke ganz nützlich sein, aber bei bergauffahrten, so wie diese ist die Regelung jedoch von großem Nachteil weil sie zur Folge hätte, dass der Wagen überhaupt kein Gas mehr annimmt und nach wenigen Metern stehen bleiben würde. Das wäre allerdings der Super-GAU, denn ein Anfahren auf der Steigung im Schnee ist unmöglich und wir hätten mitten auf der Strecke die Ketten anlegen müssen. Zum Glück lässt sich der elektronische Schnickschnack abschalten, was wir auch sofort tun. Jetzt schnell einen möglichst hohen Gang wählen um das Drehmoment auf den Antriebsrädern so klein wie möglich zu halten, dann rauf auf's Gas und los geht die wilde Schlittertour. Die Räder drehen jetzt zwar immer wieder durch, aber es gelingt uns erneut Fahrt aufzunehmen und da wir glücklicherweise kein Hindernis auf der Strecke haben, schaffen wir die gut 7 km lange, komplett weiße Straße in einem Rutsch bis auf 1.250 m Höhe und erreichen nach einer spannenden Fahrt ohne weitere Probleme den Parkplatz

   


 



Mittwoch  16.03.2016

am Morgen sieht es noch nicht ganz so wie vorhergesagt aus, es ist stark bewölkt und schneit auch wieder etwas




doch wir scheinen wieder Glück zu haben, schnell verziehen sich die letzten Schneewolken
und der Himmel wird überwiegend blau

   
los geht's, die Schier geschnappt und ab zum Lift


die letzten Wolken wabern noch im Tal und oben scheint schon die Sonne,
doch es weht ein kräftiger, eisiger Ostwind

   
nach kurzer Zeit stellt sogar einer der Sessellifte den Betrieb wegen Sturmböen ein
und wir müssen mit der Olympiabahn fahren


da diese Bahn derzeit die einzigste Möglichkeit ist von ganz unten nach ganz oben zu kommen fahren natürlich immer mehr Sportler mit und so ist der Zug gestopft voll, obwohl auch hier wie schon in Kühtai eigentlich gar nicht so viele Schifahrer am Berg sind

   

wir machen noch ein paar Abfahrten, bis uns dann der Wind definitiv zu kalt- und die volle Bahn zuviel wird

gegen Mittag beenden wir diesen super schönen Pulverschnee-Kurzurlaub
und fahren glücklich und zufrieden wieder nach Hause

 




 

Nach oben